Verpackungen anders denken

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Verpackungen nachhaltig zu gestalten, ist seit Jahren ein wichtiges Ziel für Unternehmen wie Konsument:innen. Doch was genau macht eine Verpackung nachhaltig? Und wo setzt man an?

Kurz gesagt ist eine nachhaltige Verpackung diejenige, die Abfall vermeidet. Am nachhaltigsten ist es so gesehen, wenn Produkte gar keine Verpackung benötigen. Doch Fragen wie Haltbarkeit, Sicherheit, Hygiene, Transport oder Größengebinde machen eine Verpackung meist unumgänglich. Manchmal auch die Beschaffenheit des Produkts (bei Flüssigkeiten zum Beispiel). Wenn es ohne nicht geht, ist es aber zu kurz gegriffen, lediglich ein nachhaltiges Material zu verwenden. Denn was heißt das überhaupt? Auch hier kommen verschiedene Aspekte zusammen: Die Verpackung sollte aus (Mono-)Material aus einer regenerativen Ressource bestehen, das wenig Energie und Wasser für die Herstellung benötigt und inklusive Druckfarben und Kleber recyclingfähig ist. Wie das konkret aussieht, kann nicht für alle Produkte (und Regionen und Entsorgungssysteme) allgemeingültig beantwortet werden. Man muss genau hinschauen.

Weniger ist mehr

Insgesamt aber gilt für nachhaltige Verpackungen: Reduktion ist das Gestaltungsprinzip der Stunde, also weniger Material und kompaktere Maße. Was dabei geht und was nicht, fängt beim Produktdesign an und geht erst dann mit dem Verpackungsdesign weiter. Eine grundlegende Zielrichtung von Anfang an ist essenziell. Diese stärkt nicht nur das Bewusstsein für den Umgang mit Ressourcen, sie birgt auch ein großes Potenzial für Differenzierung und Wirkung. Gut durchdachte (Produkte und) Verpackungen sind ansprechend und ein überzeugendes Marketinginstrument.

Weniger Material, weniger Müll, weniger Kosten

Das Reduktionsprinzip zahlt zugleich auf das Ziel der neuen Verpackungsverordnung der EU ein (Packaging and Packaging Waste Reduction – PPWR: Verpackungen und Verpackungsmüll zu reduzieren), die ab 12. August 2026 für alle Gültigkeit erlangt. Außerdem bringt es viele Vorteile für Unternehmen und Konsument*innen. Zum Beispiel können Material-, Transport- und Lagerkosten gesenkt werden. Wenn man diesen Gedanken von Anfang an im Designprozess berücksichtigt, stehen am Ende ein richtig gutes Ergebnis und ein enormes Potenzial für alle Beteiligten.

Für die Konsument*innen ist zudem die Entsorgung ein wichtiger Faktor: Besteht die Verpackung aus einem Material, kann sie leicht in den richtigen (Recycling-)Müll sortiert werden. Besteht sie aus mehreren Materialien, sollten diese für die Entsorgung einfach trennbar sein. Oder ist die Verpackung gar kompostier- oder sinnvoll wiederverwendbar? Mit einer anfänglichen Investition in eine durchdachte Verpackung nach dem Circular-Design-Prinzip gelingt es, Kreisläufe zu schließen, wirtschaftlich zu handeln und Kund*innen zu überzeugen. Mit dem Expertenkollektiv ceero widmet sich DESIGNKRAFT genau dieser Aufgabe und steht von Anfang an beratend zur Seite. Denn Verpackungen sollten dafür gemacht sein, nach dem Äußeren zu urteilen.